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Jubiläumskonzert zum Jahresausklang

Ruth Weber

Am Stephanstag fand das traditionelle „Konzert zum Jahresausklang“ des Blasorchesters Heiden in der evangelischen Kirche statt. Das Projektorchester feierte zusammen mit dem Dirigenten Stefan Zeller das zehnjährige Jubiläum. Das Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche zeigte sich begeistert über das hohe Niveau, den ausgewogenen Klangkörper und die Wahl der Stücke.

Im ersten Teil des Konzertes gab das Orchester besinnlich-klassische Blasmusik zum Besten. Begleitet von Esther Keller an der Orgel erklang „The lost Chord“ von Arthur Sullivan, arrangiert von Scott Richards. Die warmen Orgeltöne ergaben zusammen mit dem Blasorchester einen wunderbaren, warmen Klang. Danach führte das Blasorchester die Stücke Mary’s Boy Child, Amparito Roca und El Choclo auf. Die einzelnen Instrumente kamen dabei teilweise solistisch zum Einsatz.

Mit „Feuer und Flamme“ von Philipp Mettler und Carlo Brunner, arrangiert von Marcel Saurer, wurde zum beschwingteren Teil des Konzertes übergeleitet. Hanna Keller als Solistin am Hackbrett wurde vom Blasorchester begleitet. Das Publikum zeigte sich begeistert über das virtuose Spiel der jungen Walzenhauserin. Mit Air, Rondo alla Turca und Tico-Tico, begleitet von Esther Keller und Fredy Zuberbühler überzeugte sie das Publikum vollends von ihrem grossen Talent.

Mit dem rhythmischen Gypsy Dance von Joseph Compello und Lord Tullamore von Carl Wittrock begeisterte auch das Blasorchester. Die anspruchsvollen Stücke wurden beschwingt und dynamisch gespielt. Es gelang dem Orchester, die Freude am Musizieren aufs Publikum überspringen zu lassen.

Einen weiteren Höhepunkt bildete „Klezmer Fantasy“ von Marcel Saurer. Der Klarinettist Heinz Furrer interpretierte die für jüdische Instrumentalmusik sinnbildlich gewordene Fantasy emotional und auf höchstem musikalischen Niveau. Als Zugabe brillierte er im Stück „Bless You Nigunim“ für Soloklarinette.

„Phantom of the Opera“ von Andrew Lloyd Webber, arrangiert von Johan de Meij, gespielt von Blasorchester, Orgel und Hackbrett bildete einen weiteren musikalischen Leckerbissen und gleichzeitig den Schlusspunkt des Konzertes. Es gelang dem Dirigenten, die verschiedenen Instrumentalisten zusammenzuführen und als musikalische Einheit ertönen zu lassen. Als traditionelle Zugabe ertönte der Radetzky-Marsch von Johann Strauss.

In ihrer Jubiläumsansprache dankte Ruth Weber allen Musikantinnen und Musikanten für ihr Engagement, sowie den Sponsoren für die grosszügige Unterstützung in den vergangenen Jahren. Einen weiteren Dank richtete sie an die Solistinnen und Solisten des Abends, sowie an das treue Publikum, das das Blasorchester seit Beginn unterstützt.

Der grösste Dank gebührt dem initiativen, engagierten Dirigenten Stefan Zeller, der es verstanden hat, aus einer kleinen Bläsergruppe das Blasorchester zu formen.

Walzenhausen, 28.12.2015